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ANKOMMEN bauen wohnen leben

 

Mit ANKOMMEN bauen wohnen leben realisiert die Stadt Bernau bei Berlin zusammen mit den Künstlerinnen Janina Janke und Julie Rüter ein partizipatives Kunstprojekt in vier Stationen. Der Fokus der Reihe liegt auf der städtebaulichen Transformation der letzten 100 Jahre. Es werden vier charakteristische Bebauungen untersucht, die Bernau bis in die Gegenwart prägen. Die 3. Station über das Bauhaus Denkmal Bundesschule folgt im Sommer 2017.  

 

 

 

 

 

 

 2. Station Brüder der Landstraße

 

Ausgehend von einem konkreten Bauwerk unweit von Bernau bei Berlin, einer von Gustav Lilienthal (Bruder des Flugpioniers Otto Lilienthal) entwickelten Baracke mit Einzelstübchen für Obdachlose in Lobetal, beschäftigen wir uns mit dem Thema "Recht auf Wohnen". In einem abwechslungsreichen Programm mit Festumzug, Kunstaktion, Grillparty, Diskussionen, Workshop und Filmabend kommen Immobilienspekulanten genauso zu Wort wie Obdachlose, Künstler, Wissenschaftler, Architekten und Menschenrechtler. Denn das "Recht auf Wohnen" ist ein international verbrieftes Menschenrecht. Staaten, Länder, Kommunen, Städte sind verpflichtet, im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Verfügbarkeit angemessenen Wohnraums sicherzustellen, Mietwucher und Diskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt zu unterbinden und die prekäre Wohnsituation bedürftiger Menschen zu verbessern.

 

Was waren die Probleme der Bewohner der Städte Anfang des 20. Jh und womit kämpfen wir heute? Lilienthal versuchte seinerzeit bereits mit der Idee der "Zerlegbaren Häusern" oder Wohngenossenschaften der sozialen Wohnungsnot etwas entgegenzusetzen. Welche Ansätze finden wir heute im Umgang mit den aktuellen Phänomenen der Immobilienspekulation, innerstädischen Verdrängung und globalen Flüchtlingsbewegungen?

Wohnungslose und sozial benachteiligte Menschen haben es schwer medial wahrgenommen zu werden, auch Ihre Rechte sind oft unbekannt. Die zweite Station beschäftigt sich mit dem Recht auf Wohnen als Menschenrecht und möchte mit unterschiedlichen Aktionen und Akteuren eine größere Wahrnehmung erzeugen. In den Diskussionen, Filmen und Workshops werden die unterschiedlichen Perspektiven untersucht.

Die Kunstaktion mit feierlichem Umzug und Festakt, und das Experten Picknick im Park möchten eine Lücke der Wahrnehmung dieser Situation schließen. Die Durchführung der Zeremonie war nur mit Hilfe aller Beteiligten möglich und stellt den Bezugspunkt für weitere Vernetzungen dar.

 

 

 

Projektträger: Stadt Bernau bei Berlin

 

Projektleitung: Janina Janke und Julie Rüter

 

Projektpartner: Hoffnungstaler Stifung Lobetal e.V., BeSt Bernauer Stadtmarketing GmbH

 

 

Gefördert im Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.

 

 

 

           

Feierlicher Umzug der Barackenelenmente

 

Ankunft im Stadtpark :Zeremonie mit Gesang und Fest

 

die Installation wird eingeweiht

 

Installation aus Barackenelementen "Zerlegbare Häuser"

 

 

 

           

Workshop "Little Home"

 

Kino Stadt als Beute

 

 Experten Picknick 

 

temporärer Skulpturenpark